Auf der Autobahn A2 im Raum Luzern-Süd verkehren heute durchschnittlich rund 70’000 Fahrzeuge pro Tag. Zwischen dem Tunnel Sonnenberg und dem Tunnel Schlund verläuft die Autobahn offen durch den Krienser Talboden und prägt den Siedlungsraum stark.
Das Projekt N02/14 Gesamtsystem Bypass Luzern des Bundes verfolgt das Ziel, den Engpass auf der Nationalstrasse A2/A14 im Grossraum Luzern zu beseitigen und die Leistungsfähigkeit der Nationalstrasse langfristig sicherzustellen.
Gesamtsystem Bypass Luzern
Das Bundesamt für Strassen ASTRA plant, das Gesamtsystem Bypass Luzern bis 2040 umzusetzen. Vorgesehen sind bauliche Anpassungen im Bereich des Südportals des Bypass/ Sonnenbergtunnels. Im offenen Autobahnabschnitt in Kriens sind im Bypass-Projekt selbst keine baulichen Massnahmen vorgesehen.
Gemeinsames Vorgehen für Luzern-Süd
Vor diesem Hintergrund haben das ASTRA, der Kanton Luzern, der regionale Entwicklungsträger LuzernPlus sowie die Stadt Kriens am 15. Dezember 2021 eine Absichtserklärung unterzeichnet. Diese hält ein gemeinsames Vorgehen zur Aufwertung sowie zur ganzen oder teilweisen Überdeckung des Autobahnabschnitts zwischen Tunnel Schlund und Südportal Bypass fest.
Testplanung Überdeckung A2 Luzern-Süd
Die gesetzlich geforderte Abstimmung der raumwirksamen Tätigkeiten erfolgte im Rahmen eines kooperativen Testplanungsverfahrens.
Drei interdisziplinäre Teams entwickelten im Dialog mit einem fachlichen Begleitgremium unterschiedliche Lösungsansätze. Bund, Kanton, Gemeindeverband und Standortgemeinde waren auf allen Ebenen eingebunden.
Erkenntnisse der Testplanung (2023):
Eine vollständige Überdeckung oder Einhausung sowie eine Teilabsenkung wurden verworfen, da sie zu tiefgreifende Eingriffe und deutlich höhere Kosten verursachen würden. Die stadträumlichen Ziele lassen sich gemäss Testplanung mit differenzierten Lösungen besser erreichen.
Weiterführende Dokumente
Dialog und Information
Die Projektpartner haben die Öffentlichkeit und Direktbetroffene laufend in den Prozess und die Ergebnisse der Testplanung einbezogen:
Medienmitteilungen: